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Loslassen

An Prinz Eisenherz

Every breath you take, i´ll be watching you

Loslassen, immer wieder loslassen.
Lasse es fliegen.
Keine Kraft mehr zu Kämpfen, bin so müde.
Loslassen.

Wie kann ich Dich loslassen,
jetzt wo Du mir so nah warst ?
Viel zu tief gefallen.

Ich muss dich loslassen um wieder frei zu sein!
Warum frei sein?
Ich will Dein Besitz sein !

Besitze mich, ich will besessen sein.
Verführe , entführe mich.
Lass mich nicht mehr los.

Loslassen, ich muss dich loslassen.
Vergessen, verlassen, lassen -gehen lassen.
Freigeben, weggeben- Dir vergeben,
vergeblich Versucht.

Versuchen, suchen , Sucht -Süchtig.
Du machst mich süchtig !

Reden, will reden - redlich versucht.
Verflucht, verkrampft - Kampf.

Bann , in deinem Bann, verbannen
verbrennen - Ich verbrenne !
Verbrenne in deiner Nähe.

Nächstes Mal, Nähe, nah.
Nachher, viel später - es ist viel zu spät.

Erkennen, erkannt, verbrannt, verbannt.
Benennen, verbrennen - Deinen Namen !

Dein Name, du , Dich loslassen.
Dich will ich loslassen.


Ich liebe Dich


September ´96


(von holy-shit.myblog.de)
21.2.18 21:06


Manchmal

Manchmal habe ich das Gefühl,
das Du mich nicht wirklich kennst,
obwohl wir uns schon so lange kennen.

Manchmal fühle ich
das ich mich nicht mehr kenne,
weil ich mich so weit von mir entfernt habe.


Manchmal weis ich
das ich nicht deine Heilige bin,
die Du so gerne in mir siehst.

Manchmal wünschte ich,
du könntest mich so sehen,
wie ich tief in mir schon immer war.

Manchmal erkenne ich,
das der einzige Mensch,
der mich wirklich kennt - ich selbst bin.

---

Beating a dead horse

Zur Zeit fallen sie alle um. Wie Dominosteine.
Die Mitvierziger.

Burnouts, Nervenzusammenbrüche. Depressionen.
Langjährige Beziehungen gehen zu Bruch.
Sinnkrisen, wohin man hört und schaut.


Was ist aus uns, und unseren Träumen geworden?
Wir, die Anfang Zwanzig noch das Gefühl hatten,
die Welt würde uns zu Füßen liegen - es ist ja alles drin,
alles möglich, alles geht.
Wir , die bestimmt nicht so werden wollten
wie unsere Eltern.

Generation X .
Hauptsache Spaß am Leben. Bloß keine Einschränkungen,
keine Verpflichtung, keine Verbindlichkeit.

Alle, bis auf eine handvoll Ausnahmen, die ich kenne,
lernten dann doch ihre große Liebe kennen, und wenn
es nicht die große Liebe war, dann wurde trotzdem geheiratet.
Schneller als ich gucken konnte, waren sie unter der Haube,
grade die die das nie wollten...

Die Frau wurde schwanger, man bekam seine 1,5 statistischen Kinder, nahm ein Kredit auf, baut sich ein Haus, und nebst der neu gefunden Lebensaufgabe, hörte Mann das ewige Studentendasein auf und suchte sich einen geregelten sicheren Job , Haus soll ja abbezahlt werden.

Die meisten Frauen von uns schwelgten im neuen Muttihimmel, ist ja alles so erfüllend, die Aufgabe mit Windelwechseln, Putzen und Wäschewaschen - in Jogginghosen.



Für die meisten Frauen der Generation X , bedeutet
es aber, spätestens nach 2 Jahren wieder teilweise arbeiten zu gehen, sofern man nicht grade einen Scheich geheiratet hat, der Putzfrau und Nanni mitfinanzieren kann.
Das Geld, reicht halt nicht, wenn man das Haus, das Auto, den Urlaub, die Handys - diesen ganzen Status aufrecht erhalten will, um bloß den anderen zeigen zu können, was man sich alles leisten kann.

Einige Frauen haben schnell erkannt, das nur Muttisein, nicht wirklich erfüllen ist. Dann, nach einem Jahr, schnell wieder auf die Arbeit zurück.War dann plötzlich doch besser als 24/7 Kinderbetreung.

Und jetzt fängt langsam an, die Fassade zu bröckeln.
Dieser Traum von Familienglück, den sich ja die meisten
jungen Frauen so sehr wünschten.

Es ist ein langsamer Prozess, bis man hart auf dem Boden
der Realität aufschlägt.

Die Realität, das Frau nun Mutter und Hausfrau ist, die noch im Job glänzen muss.

Ich habe vor einigen Wochen ein Satz gehört, der lange
in meinen Ohren hing:

Mit jedem Kind das zur Welt kommt, stirbt ein Liebespaar...

Mann steht fortwährend unter massiven Druck, Erfolgsdruck. Zu Hause dann , abgeschafft von der Arbeit
auch noch die wenige Zeit den Kindern gerecht zu werden.
Müde Eltern. Streit und Sticheleien werden mehr als liebvolle Umarmungen und Liebesbeweise.
Das Liebespaar , das sich einst unterm Sternenhimmel
ewige Liebe schwor, verblasst.

Natürlich ist am Stammtisch dann alles toll.
Mann brüstet sich mit Haus, neues Auto , Arbeitserfolge
und die tollen, klugen Kinder - eines ist besser als das andere, und die Frau macht ja auch alles super mit.


Die Generation X ist jetzt Mitte Vierzig.

Wir sind fast alle ausgebrannt.
Die meisten Ehen sind geschieden.

Wir, die alles anders machen wollten.


---


Klangkörper

Es sind diese vielen kleinen Tränen,
die man sich in den Jahren abgewöhnt hat,
laufen zu lassen.

Diese kleinen Tropfen sammeln sich in deiner
Seele zu Bächen, Flüssen, und irgendwann
bricht der Staudamm, wenn du nichts für dich tust.


Manchmal , wenn ich eine ruhige Minute finde,
dann setzte ich mich hin und spiele ein Stück
in Moll.
Manchmal reicht auch einfach nur ein Akkord
so etwas wie Cadd9.
Diesen Akkord kann man ziemlich lange medidativ
spielen, bis es dann zum Einklang mit deinem Körper
und deiner Seele kommt.

Und dann löst sich der Knoten.


---

Sinnkrise

Dann stellte sie eine Frage , die mich nicht mehr los ließ.
Die mich ungeahnt in eine kleine Sinnkrise stürzte.

Was wünscht Du Dir ?
Und warum wünscht Du es Dir ?


Die erste Frage ist ja für jeden sicherlich sehr leicht
zu beantworten.

So auch bei mir.


Aber warum?


Es scheint eine Farce zu sein, das nur eine Frage , und zwar die Richtige im richtigen Moment, mich so zum wanken brachte, was meinen Wunsch betraf, sodaß ich
die letzten Tage nicht mehr wusste , ob es überhaupt noch mein Wunsch sein kann.


Bis jetzt, da ich schreibe, habe ich noch keine wirkliche
Antwort für mich gefunden. Vielleicht weil einfach das
WARUM an zu viele Wenns und Abers gebunden ist,
und kein klares JA.

Und da kein JA , da keine Wuscherfüllung.


---


Das Tier in mir

Die Tür geht ein Spalt auf...
und ich spüre wie es um die Ecke schaut...

Husch! Zurück !

Der Verstand versucht noch mit letzter Kraft ,
passenden und vernünftigen Erklärungen,
sich gegen die Tür stemmend,
das Unglück zu verhindern - doch dann passiert es.

Die Tür fliegt in hohen Bogen auf,
und das Biest kommt raus.
Es fletscht seine Zähne .
Blutrünstig vor Neid und Eifersucht.

Spüre wie ich innerlich grün und gelb anlaufe.
Meine Galle produziert auf Hochtouren,
Magen kugelt sich zu einem Steinklumpen zusammen,
Puls pumpt, Hals schwillt in ungeahnten Dimensionen an.
Tränenkanal fängt an sich zu füllen. Tränen vor Zorn.

Das Tier ist von der Leine und tobt nun in mir.
Ungehaltene Gefühle kochen in meiner Wut-Suppe.
Eine ungesunde Mischung aus tötlicher Eifersucht,
Neid , Trauer , Enttäuschung und blanken Zorn
bringen den Topf allmählich zum Überkochen.

Das Tier hüpft wie Rumpelstielzchen um diesen
Gefühle-Koch-Topf...
Oh wie gut das keiner weis, was ich grade fühle und denke.


Mein Kopf kreist fortwährend um den einen
unheiligen Gedanken.

Plötzlich stelle ich fest, wie weit ich von meiner
Mitte weg bin.

Meilenweit.

Exorbitant.


Und das nur , weil ich nicht darüber stehen kann.



Langsam beginnt sich mein Kopf wieder
zu beruhigen, solange ich nicht darüber
nachdenke.


Der Giftstachel im Herz sitzt.

Damit werde ich leben müssen.


---



Alte Wege

Wir sitzen in unserer alten Stammkneipe.
Heute gibt es dort keine Käsesuppe mehr.
Völlig renoviert, gemütlich - aber es ist nicht
mehr das, was es mal war.

Wir erzählen von Früher, was wir hier alles
erlebt hatten, die besten Anekdoten kommen schnell.
Herzliches Gelächter, ja wir waren so richtig dumm und jung,
und es war einfach nur gut.
Mit ihr an meiner Seite, war alles nur noch halb so schlimm
und doppelt so lustig.


Wehmut überkommt mich. Schaue auf die Tür wie gewohnt, wenn sie auf geht, gespannt wer da rein kommen mag.
Aber sie sind alle weg, so wie ich. Oder sitzen bei ihren Frauen/ Männern zu Hause auf der Couch.

Fremde Gesichter, fremde Stadt. Alles hat sich verändert,
bis auf ein paar Fragmente.

Wir haben uns auch verändert, irgendwie. Es musste ja so sein. Unseren Humor haben wir behalten, und unsere Freundschaft.

Wir schlendern durch die Stadt. Es fühlt sich so vertraut und fremd gleichzeitig an. Ich schweige.So viele Erinnerungen. So viel Lachen, soviele Tränen.

Irgendwie möchte ich jetzt die Zeit anhalten, nicht darüber nachdenken, das irgendwer ,irgendwann auf uns wartet.
Spontan verrückt sein, wie sonst auch - mit ihr.

Sie schaut mich an, unterbricht das Schweigen, und spricht
meine Gedanken aus.
Nur wenn man jemanden wie seine Jackentasche kennt, geht das.

Diese Stadt, war nie meine wirkliche Heimat, darum bin ich ja weg, wieder hier her. Zurück zu den Wurzeln.
Aber es hängen Seelenanteile dort, und sie, die sich einfach nicht von mir umsiedeln lässt....

Ich komme wieder. Wie immer. Und wie alt ich werden mag.

Und dann gehen wir wieder zusammen, ein Stück neue, alte Wege.

---



Glück

Glück ist etwas wunderbares,
das man niemals ganz begreift.
Glück ist etwas, das ganz nah ist
doch schon morgen meilenweit.

Glück sind Menschen oder Stunden,
die du oftmals hast verflucht.
Glück ist was du nie gefunden,
wenn du es so sehr gesucht.



Verfasser unbekannt


---


Stille

(...) Es sind nicht mehr die bohrenden Fragen nach dem Warum. Ich habe mich damit irgendwie ausgesöhnt.
Es sind die Gefühle, die nicht enden wollen.
Gefühle überstehen Zeit, egal welche Form von Gefühl
es sein mag.
Gefühle sind zeitlos.


Liebe, Hass, Freude,Schmerz ,Tot - gehört irgendwie zum Leben.
Es ist wichtig zu fühlen, wer nicht mehr fühlt ist schon tot.


In der Zeit danach, war ich lange Zeit halbtot -seelisch.
Schlimmer, als mein schlimmster Liebeskummer, der mich damals jahrelang begleiten sollte.
Im Liebeskummer konnte ich zumindest immer noch
schreiben.

Ich gebs mir anscheinend immer richtig dreckig, halbe Sachen gibt es nicht, nicht bei mir. Richtig leiden oder gar nicht. Dafür bin ich dann aber auch richtig glücklich.

Meine damalige Nachbarin sagte zu mir :" Wenn Gott dir etwas nimmt, gibt er es dir doppelt zurück.


Sie hatte recht.


Danke.


Dafür, das ich es überlebt habe.


---


alle von holy-shit.myblog.de
21.2.18 20:56


youcandoit
18.2.18 17:10


Grace & Frankie

I walked in and there he was. Just by chance. He bought me a drink and we talked. And we laughed. We really laughed.
And at the end of the night he put his hand on my back. And I felt something that I had never felt in 40 years with Robert.

(Grace & Frankie, St. 2, Flg. 8)
18.2.18 09:15


You are going to hurt because you are going to love. And this life is about that very equation. The balance. Oh, I know you wish that wasn't the truth. I know you wish you could do and learn and feel and skip that whole part entirely. To never have to hear or say you're not the one or the timing isn't right or one of the many other sentences that end a chapter. But darling, trust me when I say that kind of pain is transformational. It is going to push you and shape you. It's going to strengthen your eyes and your heart, sharpen your voice and your footsteps. It's the chapter you never want to write. And yet, when you do, ends up defining your whole damn story.

I have been thinking a lot about this. This concept of our lives being books— and endings and beginnings being chapters. I’ve been thinking a lot about how greatly we need the chapters that are hardest to write. And the truth is, there are so many we don’t want to write— the ones we’d never choose as part of our story if we have a choice.

But when I look back over the ones I’ve lived— I think there is one common thread. One that is extremely beautiful— and fundamentally unexpected. Transformation.
I don’t mean just change— because of course the hard chapters change us. I mean transformation. Evolution. We emerge from those hard times with a strength we never knew before. With an appreciation for life— a thirst for living. We understand that time is finite. And endings come quickly. And unexpectedly. That we have to use and enjoy all the hours we get in this beautiful lifetime.

So I guess all I want to say this morning— to all of you navigating those chapters of your life right now— is to hang on. The storm will end. And you will emerge. And darling, you are going to be the person you never knew you always needed to be. Have some faith in your own heart. And believe that this— yes, even this— is the chapter that defines your whole damn story.
♥ Emma // February 2018: Things don’t get better, darling. You do.

(Instagram: liveinthedetails)
10.2.18 22:17


A bird in a tree has no fear of the branch breaking because her trust rests not in the branch but in her own wings.(author unknown)
10.2.18 20:42


It is difficult to get someone to understand something when their whole belief system, social network and ego depends on their not understanding it.

- gently paraphrased from Upton Sinclair’s I, Candidate for Governor: And How I Got Licked

(von Bruce Chanen, Facebook)
23.1.18 21:14


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