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forgiveness

Perhaps people would have an easier time
healing painful experiences if they retired the word 'forgive'
which seems to suggest 'giving to someone who has already taken'

in favor of 'making peace' 'finding acceptance' or 'letting go',
each of which speaks more directly to the self-care at the center of the process of recovery and growth.

- Bruce Chanen
13.12.17 17:31


the hardest part

Kommentare bei Humans Of New York zum Thema divorce:

Bruce Chanen:
As hard as it is to go through an unwanted divorce (believe me, I understand), the true wrenching challenge is to go through a dissolution of our wholly self-imposed life expectations, imagined personal narrative and ingrained bucket-list desires. What I learned about divorce is that the fact-of-it confirms its necessity. Marriage needs to be unanimous. When you fall even one short, the divorce is a gift of freedom and an opportunity to move on. The true loss is not the partner but the projection of a future you had formulated, has disappeared and will never be. This is still true loss, worthy of mourning and tears but also a self-imposed pain. This fortunate realization brings back control. If he never apologizes then it’s a gift of a clean break with a person who wasn’t who you imagined. If he never makes amends? What if he does? Your future is still your own. You can process however you wish but there are more choices than giving this problem to your mind or carrying it forever.

Carla Jo:
Exactly. The real loss is the future you had imagined and believed would happen, and then suddenly you’re on a completely different path. A path you never anticipated; a path you never wanted to be on. Divorce is a gut-wrenching loss, and only people who have experienced this seem to fully grasp how it feels. Others tend to focus on the person you’ve lost; but honestly, that’s the easy part to recover from. The marriage was so diseased that by the time someone finally calls it quits, the relationship is usually already grieved. And that’s the time when one faces the change in life circumstance: married to single - and all that that means on a daily basis. That’s the truly hard part. But it’s amazing how the human spirit adapts. Recovery happens if you lean into the loss. Acknowledge it, breathe it in. Be furious and be devastated. But only for a short while. Then you’ve got to pick yourself up and change something in your life. Then change something else. And keep changing till you find that you’ve become someone better than you were before. That’s recovery. And it works.

Emma Maureen:
I just got divorced a few months ago, after being separated for a year. I learned to not wait for the apologies or amends. If they weren’t going to come when we were still together, I wasn’t going to wait for them after we were done. And it made it easier. If he had apologized, I probably would have been dragged back into his lies, hoping that things would get better, that he would be better. I feel lighter and happier than I have in years.

Vanessa Mitchell:
Divorce can be a beautiful beginning, and don't let anyone tell you otherwise! There are 9 billion people on the planet. Whatever he did, he will do again. Are you prepared for that kind of pain. If it's doable, then consider repairing what you have. If it's not, move forward. Don't let his mistakes eat away your life and fertility.
12.12.17 18:21


Neonschwarz - Atmen

Nun kannst du endlich wieder atmen
Du hast zurück was sie dir einmal nahmen
Dein Lieblingsspruch "Her mit dem schönen Leben"
Bleibt nicht länger eine Phrase

Du warst nicht allein
Über der Stadt lag Rauch
Und es roch nach Aufbruch und dieses Kribbeln in deinem Bauch
Kein Gelaber zu einem Tropfen Wein
Das war der allerletzte Tropfen auf dem heißen Stein
In einer Welt in der die Dinge regieren
Musst du besser als die Dinge agieren
Und das hast du gemacht seit dieser einen Nacht
Als du fragtest wer am Ende dieser ominösen Freiheit noch lacht
Wenn man den Menschen nämlich alles nimmt
Dann macht der ganz normale Alltagswahnsinn nicht mehr so blind
Und so fasst du wieder Mut die Zeiten bisschen verrückt
Nur ihr holt euch eure Stadt zurück Stück für Stück

Gestern lag ich noch wie ein Käfer auf dem Rücken
Der Panzer ist nutzlos du kannst mich erdrücken
In die Luft gestrampelt und Kraft verloren ohne Sinn
Ohnehin ist jetzt klar dass hier keiner mehr gewinnt
Guck dich mal an du lebst doch du lachst ja kaum
Jeden Morgen wieder hängst du kotzend überm Lattenzaun
Und guck mich an Augenringe denn ich schlaf ja kaum
Kein bisschen Aufwind mehr wer will da noch nen Drachen bauen
Weil unser Redefluss immer die gleichen Schlaufen spinnt
Setz ich den Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt
Jetzt sind wir beide im Alleine zurück
Doch wir kommen wieder auf die Beine Stück für Stück

Du fühltest dich so wohl in diesem Raum ohne Tür
Es war bequem und sicher dort doch irgendwann hast du gespürt
Dass du nicht bleiben kannst, gehen must ohne zu wissen wohin
Angst ins eiskalte Wasser zu springen und zu schwimmen
Angst davor jeden Halt zu verlieren und auf den Grund zu sinken
Im Ozean der Zwänge sang- und klanglos zu ertrinken
Angst nicht allein über die Runden zu kommen
Und dein sehnsüchtiger Blick in den Abgrund vorm Balkon
Doch irgendwas hielt dich auf denn tief in dir drin
Brennt ein Feuer das nicht zulässt dass die Ohnmacht gewinnt
So hast du alles über Bord geworfen was dich erdrückt
Und treibst langsam an das Ufer zurück
Stück für Stück

Nun kannst du endlich wieder atmen
Du hast zurück was sie dir einmal nahmen
Dein Lieblingsspruch "Her mit dem schönen Leben"
Bleibt nicht länger eine Phrase
10.12.17 16:44


Die Abhängigen

Neben dem lebensgeschichtlichen Hintergrund, der abhängige Persönlichkeiten hervorbringt, liegt eine Ursache auch im Wesen der Person.
Die Abhängigen bringen ein besonders warmes, gefühlvolles Gemüt und ein hohes Einfühlungsvermögen mit auf die Welt. Dies verbindet sich mit einem geringen Aggressionspotenzial und wenig Kampfbereitschaft.
Sie sind von Natur aus friedfertig, gutmütig und harmoniebedürftig. Aber auch etwas phlegmatisch, eine Neigung zur Passivität ist ihnen bereits in die Wiege gelegt.
(...)

Kinder mit abhängigen Tendenzen legen sich früh ein Verhaltensmuster zu, das sie ihren Eltern möglichst nahe bringt: Sie sind lieb, brav, folgsam und fleißig. Sie erfüllen eifrig die Erwartungen ihrer Eltern (...) .

Stattdessen trimmt es sich darauf, die Wünsche seiner Umgebung zu erspüren. Ohne dieses eigene Wollen entwickelt sich jedoch das "Ich-Gefühl" zu schwach. Wenn wenn ich meine eigenen Bedürfnisse kaum fühle, dann fühle ich mich selbst wenig. Wenn ich immer nur mache, was die anderen wollen, und schon gar nicht mehr weiß, was ich selbst überhaupt will, entsteht ein Lebensgrundgefühl der Fremdbestimmung. Selten habe ich das Gefühl, dass ich es bin, der etwas will und tut. Dieser geringe Kontakt zu den eigenen Wünschen führt auch zu einer ausgeprägten Entscheidungsschwäche, unter diese Menschen als Erwachsene oft leiden.
(...)

Zudem haben sie nicht gelernt, eigenes Wollen in eigene Entscheidungen umzusetzen und somit selbstständig zu handeln. Sie fühlen sich angewiesen auf eine andere starke Person, die sie liebt und leitet. Sie fühlen sich am sichersten in der Abhängigkeit, Unabhängigkeit macht ihnen Angst. In ihrer übersteigerten Form kann diese Angst in Panikattacken münden.
(...)

"Wenn ich will, dass du mich liebst, muss ich mich so verhalten, wie du mich haben willst", ist das Programm dieser Kinder. Es wird später auf erwachsene Liebesbeziehungen übertragen. Der abhängige Erwachsene braucht den Partner, damit nun dieser ihm bestätigt, dass er eigentlich doch liebenswert ist und damit er ihn vor zu viel Eigenständigkeit schützt. Um dies zu erreichen, greift er zu den erlernten Strategien: Anpassung bis hin zur Selbstverleugnung, Konfliktvermeidung und hilfloses Klammern.


(Stefanie Stahl: Jein! S. 248-249)
3.12.17 21:12


Abhängigkeit

Manche Menschen haben aufgrund von bestimmten Persönlichkeitsmustern eine Neigung dazu, immer wieder in krank machende Beziehungen hineinzugeraten und extrem lange an ihnen festzuhalten. Sie sind quasi der Gegenpol zu den bindungsängstlichen Naturen.

Sind die Bindungsängstlichen bestrebt, sich durch Distanz vor Verletzung und Vereinnahmung zu schützen, so sind die Abhängigen bestrebt, dem geliebten Menschen so nah wie möglich zu sein, denn jede Trennung und Entfernung machen ihnen Angst.
Ist die Angst des Bindungsängstlichen die Angst vor der Hingabe, so ist die Angst des Abhängigen die vor der Eigenständigkeit. In ihrem Wachbewusstsein verspüren sie allerdings nur massive Verlustängste. Auf einer tieferen Ebene verbirgt sich jedoch dahinter die Angst davor, auf eigenen Füßen zu stehen und ein unabhängiges Leben zu führen. Sie brauchen den anderen, um sich vollwertig und lebensfähig zu fühlen.

Durch ihre eigene Entwicklungsgeschichte konnten sie ihr eigenes Ich nicht stark genug entwickeln und benötigen deswegen ein starkes Ich von außen, das ihnen Halt gibt. Je abhängiger sie sich jedoch vom anderen machen, desto schwächer fühlen sie sich. Wollten sie jedoch mehr Eigenständigkeit, müssten sie ihre Umklammerung etwas lockern, sie müssten also etwas Distanz einnehmen. Da Distanz jedoch ihre Verlustängste auslöst, vermögen sie diesen wichtigen Lösungsschritt nicht zu vollbringen.

Um die größtmögliche Nähe zum Partner herzustellen, benötigen sie eine erhebliche Anpassungsbereitschaft, denn Eigenständigkeit und Individualität gefährden die Nähe. Je stärker ein Mensch seine eigene Persönlichkeit entwickelt, je individueller er sich entfaltet, desto mehr unterscheidet er sich vom anderen. Je mehr Kontur die eigene Persönlichkeit gewinnt, desto deutlicher verläuft die Trennungslinie zwischen Du und Ich.

Folglich sind die Abhängigen bestrebt, sich bestmöglich an die Bedürfnisse, sozusagen an die "Form" des anderen anzupassen, um ihm so nah wie möglich zu sein. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass sie die eigenen Wünsche und Bedürfnisse, so weit es geht, verleugnen, sie im "Idealfall" gar nicht mehr spüren. Denn je dringlicher ich einen Wunsch verspüre, desto mehr Energien setze ich daran, ihn zu verwirklichen. Wenn der eigene Wunsch dem Wunsch des anderen jedoch zuwiderläuft, dann müsste ich ihn gegen den anderen behaupten. Dies wiederum könnte zu einer Auseinandersetzung führen. Ich müsste mich also aus-einander-setzen und mich somit, zumindest für diesen Moment, vom anderen lösen. Das Sich-getrennt-Fühlen macht aber Angst und um diese Angst zu umgehen, werden die eigenen Wünsche unterdrückt, damit die Harmonie und die Nähe zum Partner gesichert bleibt.

Die Abhängigen sind folglich ebenso konfliktscheu wie die Bindungsängstlichen, nur dass ihre Konfliktscheu nicht in eine chronische Verweigerungshaltung mündet, sondern in eine chronische Anpassungsleistung.
Streben die Bindungsängstlichen ein Höchstmaß an Kontrolle an, so neigen die Abhängigen zur Unterwerfung. Folglich trotzen sie nicht gegen die Erwartungen ihres Partners, sondern sind beflissen, diese zu erfüllen. Wittert der Bindungsängstliche Erwartungen bereits, bevor sie ausgesprochen werden, um sich ihnen zu widersetzen, so ahnt der Abhängige Erwartungen, um ihnen bestmöglich nachzukommen.

Damit die Anpassung gelingt, bedarf es aber noch einer weiteren psychischen Notwendigkeit: der Idealisierung des Partners. Sind die Bindungsängstlichen sehr misstrauisch und halten einen kritischen Sicherheitsabstand ein, haben die Abhängigen einen Weichzeichner in ihre Wahrnehmung eingebaut. Denn der kritische Blick auf den/ die Geliebte/n würde ja wiederum Distanz schaffen. Außerdem ist der Blick gerade wegen der Nähe so verschwommen. Wenn Sie ein Bild ganz nah betrachten, werden Sie es nicht so scharf sehen können, wie wenn Sie es auf Armeslänge von sich entfernt halten.

(Stefanie Stahl: Jein! S. 245-246)
3.12.17 20:52


perfection

(von Instagram: liveinthedetails)

darling,
can you
please
please
please
stop being so hard on yourself?

You’re not supposed to be perfect, sweet soul.
You’re not supposed to make no mistakes and see everything coming.
You’re not supposed to have everything and be everything to everyone.
Slow down. You’re doing just fine. Promise.
3.12.17 16:01


the story continues

(von Instagram: liveinthedetails)

oh,
I didn't come this far
to only
come this far.


(...) And you know, as I was writing those words, there were times I fell into that perspective we all have sometimes. I started believing that certain chapters— the hard ones— were the end of my story. And that’s pretty easy to believe when you’re busy walking the same chapter you’re writing— trying to understand something as it’s happening.

But with each new chapter, I realized the truth about this life. The story continues. And I survive. No matter what happens, sweet soul. We keep going.


And what I write in most of those chapters doesn’t— won’t— define my whole story. You know what does, though?
The story itself. How certain I am that it is going to be a good one. And how damn sure I am that I didn’t come this far to only come this far. So stand ready, sweet soul. You’re not going to believe what comes next.
3.12.17 15:57


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