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Water does not resist. Water flows. When you plunge your hand into it, all you feel is a caress. Water is not a solid wall, it will not stop you. But water always goes where it wants to go, and nothing in the end can stand against it. Water is patient. Dripping water wears away a stone. Remember that, my child. Remember you are half water. If you can't go through an obstacle, go around it. Water does.
- Margaret Atwood, The Penelopiad

(by Bruce Chanen)
11.3.18 19:22


Life will break you. Nobody can protect you from that, and living alone won't either, for solitude will also break you with its yearning. You have to love. You have to feel. It is the reason you are here on earth. You are here to risk your heart. You are here to be swallowed up. And when it happens that you are broken, or betrayed, or left, or hurt, or death brushes near, let yourself sit by an apple tree and listen to the apples falling all around you in heaps, wasting their sweetness. Tell yourself you tasted as many as you could.- Louise Erdrich, The Painted Drum (2005)
28.2.18 16:46


'Why did you do all this for me?' Wilbur asked. 'I don't deserve it. I've never done anything for you.' 'You have been my friend,' replied Charlotte. 'That in itself is a tremendous thing. I wove my webs for you because I liked you. After all, what's a life, anyway? We're born, we live a little while, we die... By helping you, perhaps I was trying to lift up my life a trifle. Heaven knows anyone's life can stand a little of that.'
- E.B. White, Charlotte's Web
25.2.18 21:20


Loslassen

An Prinz Eisenherz

Every breath you take, i´ll be watching you

Loslassen, immer wieder loslassen.
Lasse es fliegen.
Keine Kraft mehr zu Kämpfen, bin so müde.
Loslassen.

Wie kann ich Dich loslassen,
jetzt wo Du mir so nah warst ?
Viel zu tief gefallen.

Ich muss dich loslassen um wieder frei zu sein!
Warum frei sein?
Ich will Dein Besitz sein !

Besitze mich, ich will besessen sein.
Verführe , entführe mich.
Lass mich nicht mehr los.

Loslassen, ich muss dich loslassen.
Vergessen, verlassen, lassen -gehen lassen.
Freigeben, weggeben- Dir vergeben,
vergeblich Versucht.

Versuchen, suchen , Sucht -Süchtig.
Du machst mich süchtig !

Reden, will reden - redlich versucht.
Verflucht, verkrampft - Kampf.

Bann , in deinem Bann, verbannen
verbrennen - Ich verbrenne !
Verbrenne in deiner Nähe.

Nächstes Mal, Nähe, nah.
Nachher, viel später - es ist viel zu spät.

Erkennen, erkannt, verbrannt, verbannt.
Benennen, verbrennen - Deinen Namen !

Dein Name, du , Dich loslassen.
Dich will ich loslassen.


Ich liebe Dich


September ´96


(von holy-shit.myblog.de)
21.2.18 21:06


Manchmal

Manchmal habe ich das Gefühl,
das Du mich nicht wirklich kennst,
obwohl wir uns schon so lange kennen.

Manchmal fühle ich
das ich mich nicht mehr kenne,
weil ich mich so weit von mir entfernt habe.


Manchmal weis ich
das ich nicht deine Heilige bin,
die Du so gerne in mir siehst.

Manchmal wünschte ich,
du könntest mich so sehen,
wie ich tief in mir schon immer war.

Manchmal erkenne ich,
das der einzige Mensch,
der mich wirklich kennt - ich selbst bin.

---

Beating a dead horse

Zur Zeit fallen sie alle um. Wie Dominosteine.
Die Mitvierziger.

Burnouts, Nervenzusammenbrüche. Depressionen.
Langjährige Beziehungen gehen zu Bruch.
Sinnkrisen, wohin man hört und schaut.


Was ist aus uns, und unseren Träumen geworden?
Wir, die Anfang Zwanzig noch das Gefühl hatten,
die Welt würde uns zu Füßen liegen - es ist ja alles drin,
alles möglich, alles geht.
Wir , die bestimmt nicht so werden wollten
wie unsere Eltern.

Generation X .
Hauptsache Spaß am Leben. Bloß keine Einschränkungen,
keine Verpflichtung, keine Verbindlichkeit.

Alle, bis auf eine handvoll Ausnahmen, die ich kenne,
lernten dann doch ihre große Liebe kennen, und wenn
es nicht die große Liebe war, dann wurde trotzdem geheiratet.
Schneller als ich gucken konnte, waren sie unter der Haube,
grade die die das nie wollten...

Die Frau wurde schwanger, man bekam seine 1,5 statistischen Kinder, nahm ein Kredit auf, baut sich ein Haus, und nebst der neu gefunden Lebensaufgabe, hörte Mann das ewige Studentendasein auf und suchte sich einen geregelten sicheren Job , Haus soll ja abbezahlt werden.

Die meisten Frauen von uns schwelgten im neuen Muttihimmel, ist ja alles so erfüllend, die Aufgabe mit Windelwechseln, Putzen und Wäschewaschen - in Jogginghosen.



Für die meisten Frauen der Generation X , bedeutet
es aber, spätestens nach 2 Jahren wieder teilweise arbeiten zu gehen, sofern man nicht grade einen Scheich geheiratet hat, der Putzfrau und Nanni mitfinanzieren kann.
Das Geld, reicht halt nicht, wenn man das Haus, das Auto, den Urlaub, die Handys - diesen ganzen Status aufrecht erhalten will, um bloß den anderen zeigen zu können, was man sich alles leisten kann.

Einige Frauen haben schnell erkannt, das nur Muttisein, nicht wirklich erfüllen ist. Dann, nach einem Jahr, schnell wieder auf die Arbeit zurück.War dann plötzlich doch besser als 24/7 Kinderbetreung.

Und jetzt fängt langsam an, die Fassade zu bröckeln.
Dieser Traum von Familienglück, den sich ja die meisten
jungen Frauen so sehr wünschten.

Es ist ein langsamer Prozess, bis man hart auf dem Boden
der Realität aufschlägt.

Die Realität, das Frau nun Mutter und Hausfrau ist, die noch im Job glänzen muss.

Ich habe vor einigen Wochen ein Satz gehört, der lange
in meinen Ohren hing:

Mit jedem Kind das zur Welt kommt, stirbt ein Liebespaar...

Mann steht fortwährend unter massiven Druck, Erfolgsdruck. Zu Hause dann , abgeschafft von der Arbeit
auch noch die wenige Zeit den Kindern gerecht zu werden.
Müde Eltern. Streit und Sticheleien werden mehr als liebvolle Umarmungen und Liebesbeweise.
Das Liebespaar , das sich einst unterm Sternenhimmel
ewige Liebe schwor, verblasst.

Natürlich ist am Stammtisch dann alles toll.
Mann brüstet sich mit Haus, neues Auto , Arbeitserfolge
und die tollen, klugen Kinder - eines ist besser als das andere, und die Frau macht ja auch alles super mit.


Die Generation X ist jetzt Mitte Vierzig.

Wir sind fast alle ausgebrannt.
Die meisten Ehen sind geschieden.

Wir, die alles anders machen wollten.


---


Klangkörper

Es sind diese vielen kleinen Tränen,
die man sich in den Jahren abgewöhnt hat,
laufen zu lassen.

Diese kleinen Tropfen sammeln sich in deiner
Seele zu Bächen, Flüssen, und irgendwann
bricht der Staudamm, wenn du nichts für dich tust.


Manchmal , wenn ich eine ruhige Minute finde,
dann setzte ich mich hin und spiele ein Stück
in Moll.
Manchmal reicht auch einfach nur ein Akkord
so etwas wie Cadd9.
Diesen Akkord kann man ziemlich lange medidativ
spielen, bis es dann zum Einklang mit deinem Körper
und deiner Seele kommt.

Und dann löst sich der Knoten.


---

Sinnkrise

Dann stellte sie eine Frage , die mich nicht mehr los ließ.
Die mich ungeahnt in eine kleine Sinnkrise stürzte.

Was wünscht Du Dir ?
Und warum wünscht Du es Dir ?


Die erste Frage ist ja für jeden sicherlich sehr leicht
zu beantworten.

So auch bei mir.


Aber warum?


Es scheint eine Farce zu sein, das nur eine Frage , und zwar die Richtige im richtigen Moment, mich so zum wanken brachte, was meinen Wunsch betraf, sodaß ich
die letzten Tage nicht mehr wusste , ob es überhaupt noch mein Wunsch sein kann.


Bis jetzt, da ich schreibe, habe ich noch keine wirkliche
Antwort für mich gefunden. Vielleicht weil einfach das
WARUM an zu viele Wenns und Abers gebunden ist,
und kein klares JA.

Und da kein JA , da keine Wuscherfüllung.


---


Das Tier in mir

Die Tür geht ein Spalt auf...
und ich spüre wie es um die Ecke schaut...

Husch! Zurück !

Der Verstand versucht noch mit letzter Kraft ,
passenden und vernünftigen Erklärungen,
sich gegen die Tür stemmend,
das Unglück zu verhindern - doch dann passiert es.

Die Tür fliegt in hohen Bogen auf,
und das Biest kommt raus.
Es fletscht seine Zähne .
Blutrünstig vor Neid und Eifersucht.

Spüre wie ich innerlich grün und gelb anlaufe.
Meine Galle produziert auf Hochtouren,
Magen kugelt sich zu einem Steinklumpen zusammen,
Puls pumpt, Hals schwillt in ungeahnten Dimensionen an.
Tränenkanal fängt an sich zu füllen. Tränen vor Zorn.

Das Tier ist von der Leine und tobt nun in mir.
Ungehaltene Gefühle kochen in meiner Wut-Suppe.
Eine ungesunde Mischung aus tötlicher Eifersucht,
Neid , Trauer , Enttäuschung und blanken Zorn
bringen den Topf allmählich zum Überkochen.

Das Tier hüpft wie Rumpelstielzchen um diesen
Gefühle-Koch-Topf...
Oh wie gut das keiner weis, was ich grade fühle und denke.


Mein Kopf kreist fortwährend um den einen
unheiligen Gedanken.

Plötzlich stelle ich fest, wie weit ich von meiner
Mitte weg bin.

Meilenweit.

Exorbitant.


Und das nur , weil ich nicht darüber stehen kann.



Langsam beginnt sich mein Kopf wieder
zu beruhigen, solange ich nicht darüber
nachdenke.


Der Giftstachel im Herz sitzt.

Damit werde ich leben müssen.


---



Alte Wege

Wir sitzen in unserer alten Stammkneipe.
Heute gibt es dort keine Käsesuppe mehr.
Völlig renoviert, gemütlich - aber es ist nicht
mehr das, was es mal war.

Wir erzählen von Früher, was wir hier alles
erlebt hatten, die besten Anekdoten kommen schnell.
Herzliches Gelächter, ja wir waren so richtig dumm und jung,
und es war einfach nur gut.
Mit ihr an meiner Seite, war alles nur noch halb so schlimm
und doppelt so lustig.


Wehmut überkommt mich. Schaue auf die Tür wie gewohnt, wenn sie auf geht, gespannt wer da rein kommen mag.
Aber sie sind alle weg, so wie ich. Oder sitzen bei ihren Frauen/ Männern zu Hause auf der Couch.

Fremde Gesichter, fremde Stadt. Alles hat sich verändert,
bis auf ein paar Fragmente.

Wir haben uns auch verändert, irgendwie. Es musste ja so sein. Unseren Humor haben wir behalten, und unsere Freundschaft.

Wir schlendern durch die Stadt. Es fühlt sich so vertraut und fremd gleichzeitig an. Ich schweige.So viele Erinnerungen. So viel Lachen, soviele Tränen.

Irgendwie möchte ich jetzt die Zeit anhalten, nicht darüber nachdenken, das irgendwer ,irgendwann auf uns wartet.
Spontan verrückt sein, wie sonst auch - mit ihr.

Sie schaut mich an, unterbricht das Schweigen, und spricht
meine Gedanken aus.
Nur wenn man jemanden wie seine Jackentasche kennt, geht das.

Diese Stadt, war nie meine wirkliche Heimat, darum bin ich ja weg, wieder hier her. Zurück zu den Wurzeln.
Aber es hängen Seelenanteile dort, und sie, die sich einfach nicht von mir umsiedeln lässt....

Ich komme wieder. Wie immer. Und wie alt ich werden mag.

Und dann gehen wir wieder zusammen, ein Stück neue, alte Wege.

---



Glück

Glück ist etwas wunderbares,
das man niemals ganz begreift.
Glück ist etwas, das ganz nah ist
doch schon morgen meilenweit.

Glück sind Menschen oder Stunden,
die du oftmals hast verflucht.
Glück ist was du nie gefunden,
wenn du es so sehr gesucht.



Verfasser unbekannt


---


Stille

(...) Es sind nicht mehr die bohrenden Fragen nach dem Warum. Ich habe mich damit irgendwie ausgesöhnt.
Es sind die Gefühle, die nicht enden wollen.
Gefühle überstehen Zeit, egal welche Form von Gefühl
es sein mag.
Gefühle sind zeitlos.


Liebe, Hass, Freude,Schmerz ,Tot - gehört irgendwie zum Leben.
Es ist wichtig zu fühlen, wer nicht mehr fühlt ist schon tot.


In der Zeit danach, war ich lange Zeit halbtot -seelisch.
Schlimmer, als mein schlimmster Liebeskummer, der mich damals jahrelang begleiten sollte.
Im Liebeskummer konnte ich zumindest immer noch
schreiben.

Ich gebs mir anscheinend immer richtig dreckig, halbe Sachen gibt es nicht, nicht bei mir. Richtig leiden oder gar nicht. Dafür bin ich dann aber auch richtig glücklich.

Meine damalige Nachbarin sagte zu mir :" Wenn Gott dir etwas nimmt, gibt er es dir doppelt zurück.


Sie hatte recht.


Danke.


Dafür, das ich es überlebt habe.


---


alle von holy-shit.myblog.de
21.2.18 20:56


youcandoit
18.2.18 17:10


Grace & Frankie

I walked in and there he was. Just by chance. He bought me a drink and we talked. And we laughed. We really laughed.
And at the end of the night he put his hand on my back. And I felt something that I had never felt in 40 years with Robert.

(Grace & Frankie, St. 2, Flg. 8)
18.2.18 09:15


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