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You are going to hurt because you are going to love. And this life is about that very equation. The balance. Oh, I know you wish that wasn't the truth. I know you wish you could do and learn and feel and skip that whole part entirely. To never have to hear or say you're not the one or the timing isn't right or one of the many other sentences that end a chapter. But darling, trust me when I say that kind of pain is transformational. It is going to push you and shape you. It's going to strengthen your eyes and your heart, sharpen your voice and your footsteps. It's the chapter you never want to write. And yet, when you do, ends up defining your whole damn story.

I have been thinking a lot about this. This concept of our lives being books— and endings and beginnings being chapters. I’ve been thinking a lot about how greatly we need the chapters that are hardest to write. And the truth is, there are so many we don’t want to write— the ones we’d never choose as part of our story if we have a choice.

But when I look back over the ones I’ve lived— I think there is one common thread. One that is extremely beautiful— and fundamentally unexpected. Transformation.
I don’t mean just change— because of course the hard chapters change us. I mean transformation. Evolution. We emerge from those hard times with a strength we never knew before. With an appreciation for life— a thirst for living. We understand that time is finite. And endings come quickly. And unexpectedly. That we have to use and enjoy all the hours we get in this beautiful lifetime.

So I guess all I want to say this morning— to all of you navigating those chapters of your life right now— is to hang on. The storm will end. And you will emerge. And darling, you are going to be the person you never knew you always needed to be. Have some faith in your own heart. And believe that this— yes, even this— is the chapter that defines your whole damn story.
♥ Emma // February 2018: Things don’t get better, darling. You do.

(Instagram: liveinthedetails)
10.2.18 22:17


A bird in a tree has no fear of the branch breaking because her trust rests not in the branch but in her own wings.(author unknown)
10.2.18 20:42


It is difficult to get someone to understand something when their whole belief system, social network and ego depends on their not understanding it.

- gently paraphrased from Upton Sinclair’s I, Candidate for Governor: And How I Got Licked

(von Bruce Chanen, Facebook)
23.1.18 21:14


Drüberleben II

In diesem Block leben Geister und Dämonen, zwischen den Stühlen und den Betten, dort wohnen die Trauer und die giftige Galle, dort wohnt mehr Menschenmüll, als ich in den Bars in den langen Nächten finden konnte.

Und trotzdem wohnt dort auch dieser Wille, dieses unbedingte Streben nach irgendetwas, das hilft, und schlussendlich sogar eine - wenn auch abstrakte und über alle Maßen individuelle - Vorstellung davon, dass alles, irgendwann, irgendwie und sowieso wieder gut werden kann, dass die Verstrickungen nur Knoten einiger Entscheidungen waren, die durch neue, durch gesündere wieder zu entwirren sein müssen. Dort wohnt das Leben, das nicht am Ende, sondern am Anfang steht, das Leben, das sich zwar in Tränen ersaufen will, das sich in Klagen ergehen und in Jammern und Schaudern zerreißen will, das aber da ist, so sehr da ist, dass es wehtut.
22.1.18 22:50


The Stolen Years (Film)

"Ich wünschte, ich könnte an ihrer Stelle dort liegen. Ich habe sie davor nicht genug geliebt. Ich weiß, sie leidet. Aber ich ertrage es nicht, sie zu verlieren."
"Erinnerst du dich?-Vor dem Highschool-Abschluss hatte mein Vater Lungenkrebs. Damals sagte ich zu ihm: "Vater, du musst zu meiner Abschlussfeier kommen." Es war der wichtigste Moment in meinem Leben. Aber mein Vater sagte zu mir 'Danny, ich muss nicht bei jedem wichtigen Moment in deinem Leben dabei sein. Solange du mich bei jedem dieser Momente in deinem Herzen behältst, bereue ich nichts.'
Wenn du dort liegen würdest, was wären dann deine Gedanken?"
22.1.18 22:33


Rückblick

Puh. Jetzt stehe ich hier, vor einem neuen Jahr, vor so vielen leeren Seiten, ohne Vorsätze, ohne Pläne. Schließe ein altes ab, das so oft bitter geschmeckt hat hat. Ich habe in den letzten Wochen immer wieder gedacht, dass es ein Jahr voller Wachstum und Schmerz war, ein Jahr, dass es mir nicht einfach gemacht hat, aber vielleicht deswegen notwendig und gut war.

Die schweren Momente haben mich wochenlang gelähmt, irgendwie in eine Starre versetzt, die mir gar nicht ähnlich sieht und die ich nicht von mir wegstrampeln konnte. Ich fühlte mich, als wäre ich zufällig und unabsichtlich in einem Zusatzlevel gelandet, das keinen anderen Ausweg kennt, als durchzuhalten. Das klingt im Nachhinein dramatisch, aber es hat sich genauso für mich angefühlt. Schwer und mühsam, machte mich traurig, schlaflos und ernster. Ich bin eine andere Frau als vor einem Jahr und trotzdem immer noch die alte Regina. Hoffentlich ein wenig klüger.
(...)

Ich will wachsen, mich auch bei mir selbst zuhause fühlen und ohne zugeschnürten Hals durchatmen können.

Ich kann es nicht noch ein Jahr ertragen, mich am Ende des Monats wie ein Fail zu fühlen, weil ich mein Umsatzziel nicht erreicht habe, das mir übrigens nur mein Ego in den Kopf gesetzt hat. Ich kann nicht schon wieder von Außenstehenden meine Person in Frage stellen lassen, nur um danach monatelang den Fehler bei mir zu suchen.
Ich will mich nicht fremdbestimmt und schwach fühlen. Ich will nicht einfach nur geduldig ertragen, sondern bestimmt und selbstbewusst reagieren. Für mich einstehen.


(http://dailymalina.de/2018/01/10/2018-ein-jahr-ohne-plaene)
22.1.18 20:36


Drüberleben I

Ich bin ein menschlicher Verkehrsunfall. Irgendwann bin ich einfach stehengeblieben, und dann sind Erlebnisse wie LKWs in mich hineingefahren. Man kann sich vorstellen, dass das zu großen Problemen führt. Wenn man nicht ausweicht, geht das einfach immer weiter. Der Unfall wird immer größer, immer unübersichtlicher, und irgendwann stehst du auf der Gegenfahrbahn und fragst dich, was eigentlich zum Teufel gerade passiert ist.
Das ist der Moment, in dem du aussteigen solltest.
Nicht das Aussteigen, das in den Büchern steht, die man in Buchhandlungen grundsätzlich in der Ratgeberecke findet. Nicht diese Art Aussteigen, die etwas mit Kofferpacken und In-den-Bauch-Atmen zu tun hat.
Dieses Aussteigen passiert einfach von allein. Erst mal merkst du überhaupt nichts. Du räumst die Wohnung auf, die Flaschen weg, und du atmest weiter ein, und du atmest weiter aus, und du isst weiter dein Essen und rufst weiter die Nummern in deinem Telefon an, und du gehst weiter nach draußen, und du gehst weiter in dein Büro und in dein Bett, wenn es Zeit dafür ist. Du bemerkst die Schäden, aber weil alles andere noch steht, weil die Autos noch fahren, die Busse noch für dich halten, die Verkäuferin noch mit dir spricht, weil du noch ausscheidest und schwitzt und dir die Schuhe zubinden kannst und weil du keine einzige blutende Wunde zu versorgen hast und weil kein einziger Schlauch in die steckt, denkst du, dass du noch ein bisschen weitermachen kannst.

Du bewegst dich langsam, aber du bewegst dich, und dass sich das nicht ändern, beruhigt dich.
Du putzt dir die Zähne, und du duscht deinen müden Körper, und du bekommst manchmal Kopfschmerzen, aber alles bewegt sich, alles geht doch weiter, der Fernseher läuft doch noch, so schlimm kann es doch nicht gewesen sein. Unmerklich wirst du Woche für Woche ein bisschen mehr zu Zement, ein bisschen mehr zu Beton, ein bisschen mehr zu dem Schatten hinter dir. Aber du gehst weiter, denn das Gehen fühlt sich gut an, im Gehen fühlst du dich sicher, im Gehen hörst du deinen Atem und grüßt auch manchmal irgendwen, denn du kennst ja Menschen, du hast ja Freunde, du hast ja wen. Manchmal merkst du, dass etwas passiert ist, dass dir etwas zugestoßen ist, dass etwas wehtut, dass sich etwas verschoben hat, dass du nicht mehr so bist, wie du vorher mal warst - aber weil du nie aufgeschrieben hast, wer das jetzt noch mal genau gewesen sein soll, kann dir keiner beweisen, dass das stimmt. Also stimmt es vielleicht auch einfach nicht.

Du trinkst. Du trinkst Wein, weil der so gut zum Essen schmeckt, und das erste Glas zum Kochen und das zweite Glas auf das Essen und das dritte auch und das vierte auf die Liebe und das fünfte auf das Leben und das sechste auf das sechste und das siebte auf die Flasche Wein.
Du schläfst jetzt immer schlechter, und du träumst von diesem Unfall, der natürlich kein Verkehrsunfall war, sondern nur ein unscheinbarer, winziger Moment in deinem Leben, der gar nichts hätte bedeuten müssen. Vielleicht war es einfach nur der Moment, in dem du gemerkt hast, dass es jetzt schon sieben Jahre sind. Oder dieser Moment, in dem der Sarg in dem Loch liegt und du die Erde darauf geschmissen hast. Oder dieser Moment, als sie dir gesagt haben, dass es vorbei ist. Oder dieser Moment, als du es nicht geschafft hast. Oder dieser Moment, als du gefallen bist. Oder dieser eine Traum. Oder dieser andere Traum. Oder dieser eine Mann. Oder dieser eine Wunsch. Dieser eine, verfluchte Wunsch. Vielleicht war es nur einer dieser Momente. Vielleicht war es auch keiner. Manchmal reicht nur ein winziger Augenblick aus, um zu begreifen, dass nichts jemals wieder so sein wird, wie es war.

Und eines Morgens stehst du dann vor dem Spiegel und siehst dich an und siehst das fahle Grau in deinen roten Augen und du bleibst vor dem Spiegel stehen, du bleibst einfach stehen und bewegst dich keinen Zentimeter mehr weiter.
Und damit fängt es an.



(Kathrin Wessling: Drüberleben)
19.1.18 14:13


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