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heart attach

definition:
when you see someone you thought for sure you were over and your heart realizes it's not there yet.

example:
"omg I just saw Jacob on avenue A and had a heart attach."


(Instagram: bymariandrew)
22.5.18 14:02


"There are other experiences I've learned to carry with me, like I'm doing in this drawing. I don't think I can ever really let them go, but they don't overwhelm me as they once did; they're just there by my side, a part of my weight and my walk."

(Instagram: bymariandrew)


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"I do think that with every setback or pain we experience, there is work we can do during the suffering process to become more resilient and expand our perspective.
Then next time, we can say, "Okay, this is happening to me but I recognize it's not the end of the world." I feel myself becoming more resilient with every difficult experience of mine, but that also takes a LOT of work.
When we're in the middle of pain, that is the beginning of our process to become more empathetic, more powerful, more creative, more generous to ourselves and others - all the gifts that pain can give us.

But pain can only be purposeful when me make the decision to really work with it, and that is a REALLY hard decision to make. It's been the best decision of my life. But none of this is easy. And if you're in pain, I hope you have people in your life who will go down there with you instead of calling to you from above, wondering why you're not up there."

(Instagram: bymariandrew)
21.5.18 20:38


Wird der Tag kommen?
4.5.18 20:56


"Es geht um den fatalen männlichen Impuls, sich eine starke Frau zu suchen, um sie dann solange kleinzumachen, bis sie beherrschbar ist..."
"... und dann auf die herabzublicken, weil sie dem Manne nicht gewachsen und von ihm abhängig geworden ist."
"Exakt. Ein weiterer Punkt ist die Zerrissenheit dieser Spezies zwischen dem Wunsch nach Nähe und Geborgenheit und der Angst davor, vereinnahmt und kontrolliert zu werden. Sobald wir ihnen geben, was sie sich ersehen, geraten sie in Panik und rennen davon."
"Wie damals vor Muttern." (S. 105)


"Es geht mir schlecht. Und er versteht das nicht. Er kümmert sich nicht um mich. Ich bin ihm scheißegal."
"Was erwarten Sie? Männer wie er tragen Sie auf Händen, wenn Sie sich den Fuß verstauchen. Aber mit Seele darf man ihnen nicht kommen. Das macht ihnen eine Höllenangst. Sie flüchten. Vorzugsweise in die Arme einer anderen, die sie nicht mit Innenleben nervt. Hat er ein Verhältnis?"
(...)
"Ich weiß nicht. Rache bringt doch nichts", sagte Anna. "Es käme mir billig vor, es ihm mit gleicher Münze heimzuzahlen."
"Darum geht's nicht, Anna. Es geht um Sie" Sie brauchen jetzt Bestätigung. Jemanden, der Ihnen sagt, was für eine tolle, schöne Frau Sie sind. Der Sie begehrt. Nehmen Sie sich einen Lover!"
"Aber dann riskiere ich, dass alles auseinanderbricht!", sagte Anna ängstlich.
"Und wenn?" fragte Paula provokant.
"Dann bin ich wieder ganz allein."
Als sie den Schrecken in Worte fasste, weinte Anna wieder heftig los. (S. 123)


"Ein paar Mal war ich kurz davor, zu gehen. Aber ich brachte es nicht über mich, ihn im Stich zu lassen. Ich fühlte mich trotz alledem für ihn verantwortlich, dachte, dass ich ihn retten könnte, wenn ich sein Trinken kontrollierte. Ihm Halt gab, damit er nicht fiel. Mir war nicht klar, dass ich ihm damit mehr geschadet als geholfen habe. Gut ist eben das Gegenteil von gut gemeint. Ich hätte ihn fallen lassen müssen, damit er an seinen Tiefpunkt kommt und endlich etwas unternimmt, um sich selbst zu retten. Heute weiß ich, dass ich mich co-abhängig gemacht habe." (S. 148)


"Verglichen damit kommt mir meine Geschichte läppisch vor. Ich stecke nur in einer beschissenen Beziehung. Und, na ja, ich hab ein bisschen Stress im Job. Andere würden deshalb wohl nicht gleich zusammenbrechen. Und zum Säufer werden."
"Ich denke, Schmerz ist nicht relativierbar. Was der eine locker wegsteckt, kann einen anderen umbringen. Es ist wie mit den zwei Hibiskus-Stöcken, die ich im letzten Winter auf dem Fensterbrett vergessen habe. Der eine ist erfroren, und der andere blüht jetzt wieder. Wer will beurteilen, ob der kaputte Stock berechtigte Gründe hatte, einzugehen? Er hatte eben nicht die Kraft, den Frost zu überleben. Und der andere hatte sie."
"Der Stock, der eingegangen ist, kommt sich aber sicher nicht wie ein Versager vor. Ich schon. Ich fühl mich als Totalversager!"
"Gut so."
"Bitte?"
"Gut so. Das ist ein erster Schritt. Du nimmst ein Gefühl wahr, das du bisher immer weggetrunken hast. Die Angst hast du ja mitgebracht, die ist doch nicht erst hier entstanden. Und jetzt siehst du, dass du dieses Gefühl wider Erwarten ertragen kannst. Wenn du durch deinen Nebel bist, werden noch ganz andere Gefühle kommen, die du aushalten musste. Darum geht es. Dass du sie wahrnimmst, statt sie mit irgendwas zu überlagern. Dass du dich selbst wahrnimmst mit allem, was dazu gehört. Im Prinzip ist alles, was man tut, um sich selber nicht zu spüren, Suchtverhalten."
"Das trifft aber auf ganz schön vieles zu. Da wäre es ja auch Suchtverhalten, fernzusehen, zu lesen, zu arbeiten oder zu vögeln. Alles kann dann Suchtverhalten sein."
"Stimmt."
"Aber wir sind doch nicht alle krank!"
"Nein, das nicht. Aber wir haben alle Suchtstrukturen. Irgendwas tut ja jeder, um sich selbst nicht dauernd wahrnehmen zu müssen. Das könnte vermutlich auch niemand ertragen. Als pathologisch gilt das Verhalten erst, wenn man sich oder anderen damit schadet. Das ist freilich schneller und öfter der Fall, als man glaubt. Wie du an meinem Beispiel sehen kannst. Außerdem sind wir sozusagen als System flüchtig angelegt. Wir überlagern oft Gefühle, die wir nicht empfinden wollen oder die unsere Kräfte übersteigen, mit anderen."
"Zum Beispiel?"
"Nackte Angst könnten wir nicht fortwährend empfinden, ohne darüber verrückt zu werden. Da legt die Psyche gnädig eine Schicht darüber. Sei es eine andere Angst, die leichter zu ertragen ist. Oder Gefühle wie Hass und Wut. Darunter verbirgt sich meistens Angst. Eifersucht ist auch ein schönes Beispiel. Man eifert über die Angst hinweg, dass man verlassen wird. Unter deiner Versagensangst steckt, meine ich, auch eine tiefere. Was glaubst du, was passiert, wenn du in deiner Beziehung vermeintlich versagst?"
"Na, dann verlässt er mich!"
"Siehst du. Du kannst Ängste wie eine Zwiebel schälen.
Die letzte Schicht ist meistens die Angst vor dem Tod. Und die dauernd wahrzunehmen, kann nun wirklich keiner aushalten. Aber damit überfordere ich dich jetzt wohl noch. Du musst ja erst mal Schutt abtragen, um überhaupt zu dir zu kommen. Und es wird auch ein Weilchen dauern, bis du die Scham darüber überwunden hast, dass du abhängig geworden bist."
(S. 149-150)

aus
Ulla Hildebrandt - Ein freier Fall
26.4.18 20:06


Der Portier zog eine Braue hoch. Anna schenkte ihm ein Lächeln, das sagen sollte: Entschuldigung, es tut mir leid, er meint's nicht so, nehmen Sie es nicht so ernst.
Ihr Vater hatte sie gelehrt, sich über andere niemals zu erheben, weil sie einen niedereren Dienst verrichten. Sie fühlte sich immer aufgefordert, Willhelms Überheblichkeit durch besondere Freundlichkeit abzufangen. (S. 44)

Willhelm legte ihr den Arm um die Schultern. Kurz genoss sie die Beschützergeste, dann kam sie ihr plötzlich besitzergreifend vor. sie machte sich frei und sagte: Ich mag das nicht, es stört beim Laufen. Willhelm wirkte enttäuscht, leicht eingeschnappt. Als er sie wenig später erneut umfasste, ließ sie es geschehen und passte sich seinem Rhythmus an. (S. 44)

Wie kindlich sein Mund jetzt wirkte, der sich so verächtlich verziehen konnte. Wie weich Willhelm ohne den Panzer war, den er sich draußen in der Welt anlegte. Sein offensives Auftreten diente ihm ja nur zum Schutz seiner in Wahrheit zarten Seele. (...) Anna nahm sich beim Wegdämmern vor, immer für ihn da zu sein. Auf ihn aufzupassen. Ihm zu geben, was er dringend brauchte. Halt und Schutz. Wärme und Geborgenheit. Dann würde er sich bald so sicher fühlen, dass er sich nicht mehr verstecken musste. Sie würde ihm auf sanfte Art den Weg zu seinem wahren Wesen weisen. Er verbarg es nur aus Angst, verletzt zu werden.
Sie konnte das so gut verstehen. Willhelm war genau wie sie. (S. 45)

Anna fragte sich, was sie davon halten sollte. Dass er derart ausrasten konnte wegen ein paar blöder Nudeln. So hatte sie ihn noch nie erlebt. Lachhaft, diese Überreaktion. Aber auch beängstigend. Welche Wut musste er in sich haben, dass so ein kleiner Funkte reichte, um ihn explodieren zu lassen?
Vielleicht lag es nur an seinem Kater. Ja, bestimmt. Er war angeschlagen, überreizt. Sie sollte darauf keine weiteren Schlüsse ziehen. (S. 47)

"Mich haut das bisschen Streit nicht um. Ich nehm das nicht so ernst wie du. Mich schüchtert es nicht ein, wenn jemand sarkastisch oder laut wird. Für mich ist das kein Zeichen von Stärke oder Überlegenheit, sondern im Gegenteil von Schwäche. Aber du, du reagierst darauf wie ein Kaninchen bei Gewitter. Ich versteh das nicht. Früher warst du doch nicht so! Wo sind deine Schlagfertigkeit und deine Eloquenz geblieben? Als du ihn gerade kennengelernt hattest, hast du mir davon vorgeschwärmt, dass da endlich einer ist, mit dem du dich messen kannst. Warum tust du das jetzt nicht? Du benimmst dich wie ein Mäuschen, wenn er in der Nähe ist!" Anna schwieg betroffen. Stimmte das? Nun, sie hielt sich mittlerweile wirklich sehr zurück, wenn sie mit ihm unter Leuten war. Freilich hatte sie gedacht, es fiele gar nicht auf, dass sie immer Willhelm reden ließ, ihm zuhörte, ihm manchmal auch beipflichtete, wenn er Dinge sagte, die ihr wahrlich nicht gefielen. (S. 76)

Bei besagtem Treffen war sie in einen Loyalitätskonflikt geraten, hatte nicht gewusst, auf welche Seite sie sich schlagen sollte. Hatte Willhelm nicht widersprochen, als er ihre Freunde niedermachte, ihm im Stillen beigepflichtet - und sich zugleich dafür geschämt. Das war der eine Grund dafür gewesen, dass sie geschwiegen hatte. Elisabeth gestand sie freilich nur den anderen: "Als ihr damals weg wart, hatten wir einen Riesenkrach", sagte sie. "Er hat mich so angebrüllt, dass ich richtig Angst bekommen habe."
"Ach so? Na klar, das hätte ich mir ja denken können, dass er seine Wut dann an dir auslässt. Macht er das öfter?"
"Ja."
"Ich halte mich zurück, wenn ich ihm das nächste Mal begegne."
"Weißt du, wenn ich mit ihm alleine bin, ist er der liebste Mensch der Welt. Ich habe viel darüber nachgedacht, warum er sich so anders verhält, wenn wir mit Leuten zusammen sind. Und warum er so wütend wird, wenn er das Gefühl hat, dass ich nicht hundertprozentig zu ihm halte. Er ist eben sehr sensibel. Er fühlt sich leicht angegriffen. Eigentlich versucht er nur, sich zu schützen. Willhelm ist..."
Elisabeth fiel ihr ins Wort: "Anna, stop mal. Es interessiert mich nicht, warum Willhelm sich so benimmt. Das ist doch gar nicht der Punkt!"
"Was denn dann?"
"Warum du es dir gefallen lässt! Warum du dich ihm so unterordnest!"
Anna überlegte. Dann meinte sie: "Na, weil ich ihn liebe halt."
"Ach so. Und warum liebst du ihn?"
Anna überlegte. "Weil... wir sind uns total ähnlich. Ich... wir können sehr gut miteinander reden. Ich fühle mich ihm... ich weiß, dass klingt jetzt sehr pathetisch... irgendwie seelenverwandt."
Elisabeth schaute sie verblüfft an. "Im Ernst? Und woran machst du das fest?" (...)
"Liebe kann man nicht erklären", sagte sie unwirsch. (S. 77-78)

In der Nacht vor seiner Rückkehr lag Anna wach und grübelte. Sie spürte es, sie war sich sicher, dass er nicht allein in Frankreich war. Sie musste ihn zur Rede stellen. Aber war sie in der Lage, sich mit ihm auseinanderzusetzen, ohne hysterisch zu heulen? Nein, sicher nicht. Ihre Nerven lagen blank. Sie war selbst davon befremdet, doch sie brach beim größten Fernsehkitsch in Tränen aus. Natürlich nur, wenn sie alleine war. In Willhelms Gegenwart unterdrückte sie die Rührung. Er sollte sie nicht für eine sentimentale Ziege halten. In Veni brauchte man sie nur etwas länger anzureden, schon wurden ihr die Augen feucht. Sie fühlte sich im doppelten Sinn des Wortes angegriffen. Womöglich verfiel sie jetzt auch noch dem Verfolgungswahn. Vielleicht war er wirklich nicht mit einer anderen unterwegs und sie kränkte ihn fürchterlich, wenn sie ihm das unterstellte? Er wäre am Boden zerstört, wenn er merkte, dass sie ihm misstraute, ihn für einen Lügner hielt. Und dabei war wirklich nichts!
Nein, sie konnte ihm keine Szene machen.
Ohne handfesten Beweis.
Nur weil sie eifersüchtig war.
Er liebte sie, sie liebte ihn.
Wenn sie sich nur genug bemühte, würde alles wieder gut.
(S. 96)

aus
Ulla Hildebrandt - Ein freier Fall
10.4.18 21:28


Herz

Schweres Herz,
leerer Blick zum Himmel.
Erinnerungen schmerzen.
Mag nicht daran denken,
es nicht mehr fühlen,
doch es lässt mich nicht los.

Starrer Blick,
vor den Augen läuft der Film,
immer und immer wieder.
Seele brennt, schreit,
doch niemand hört sie.

Leise Tränen
fliessen über meine Hände,
die dich jetzt so gerne berühren
würden.
Ich vermisse dich so unendlich.




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Wegkreuzungen

Wenn du nicht mehr vorwärts kommst,
gehe ein Schritt zurück.
Laufe den Weg noch einmal.
Diesmal nicht mit dem Blick nach vorne
auf das Ziel gerichtet,
richte den Blick nach innen auf dich,
mit der Frage ob es denn wirklich dein Weg ist.


Wegkreuzungen kommen von ganz alleine,
Türe öffnen sich, wenn der Schlüssel der Zeit
sie dir öffnet. Warte.
Wegkreuzungen stellen dich vor die Wahl in
welche Richtung du weiter gehen willst.
Sie kommen nicht zufällig.


Alles kommt zum rechten Zeitpunkt.



von holy-shit.myblog.de
10.4.18 15:10


Wir würden die Achtung der Leute weniger anstreben,
wenn wir sicher wären, ihrer würdig zu sein.

(Vauvenargues, nachgelassene Maximen)
22.3.18 14:48


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